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Altenbeurener Haus- und Familiengeschichte(n)

Die nachfolgenden "Altenbeurener Haus- und Familiengeschichten" basieren zumeist auf Angaben der heutigen Eigentümer, die in der Regel Nachfahren der früheren Besitzer sind. Ergänzend dazu wurden Eigenrecherchen im Grundbuchamt der Gemeinde Salem (Grundbuchauszüge) angestellt oder der weitere Verwandtenkreis, Bekannte oder alteingesessene Altenbeurenern befragt.

Die Beschreibungen der Höfe sind zu einer Art Chronik der Häuser und ihrer Bewohner geraten. Die nachfolgende Aufstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, versucht aber, die Geschichte und die Geschichten der Familien möglichst wahrheitsgetreu wiederzugeben. Die jeweiligen Autoren bzw. jene Personen, die Informationen über die Gebäude und ihre Bewohner gesammelt und zusammengestellt haben, wurden jeweils unter den Beiträgen vermerkt. Die Redaktion hat sich lediglich erlaubt, die Schreibweise zu vereinheitlichen sowie kleine Fehler zu beseitigen.

Beurener Straße 1 (Anwesen Löhle)

Der erste bekannte und gesicherte Vorbesitzer war Wilhelm Schmid, Müller in Altenbeuren. Er kaufte den Gundbesitz am 07.03.1871. Für 1863 ist im Buch "Salem oder Salmannsweiler" von Conrad Staiger allerdings schon ein Thomas Löhle auf einer Mahlmühle am Ende des Dorfes erwähnt. Dieser hat entweder auf diesem Hof gelebt oder hier bereits eine Mühle betrieben. Wahrscheinlich sind Verbindungen zum Anwesen Beurener Straße 10 vorhanden, eventuell handelt es sich sogar um denselben Besitzer.

Auszug aus dem Grundbuch:

"... a) zweistöckiges Wohnhaus mit eingerichteter Mahlmühle, Wasserbau und Wagenschopf

b) eine zweistöckige Scheuer mit Balkenkeller und Stallung

c) freistehende Schweineställe

d) ein besonders stehendes Wasch- und Backhaus

Der Eigentümer ist an dem zur Hälfte zugemessenen Dorfbache und an dem zur Hälfte zugemessenen Hillenfurthbache nur nutzungsberechtigt..."

Am 11.05.1908 ging der Besitz an Hans Heinrich, Landwirt in Pfullendorf und Otto Rohrwasser in Pfullendorf, je zum hälftigen Miteigentum über (ob durch Erbschaft oder Kauf, ist leider unklar). Am 22.03.1909 erwarb die Witwe Antonia Kretz, geb. Hahn (geb. am 15.05.1854; gest. am 25.07.1912), das Anwesen. Sie hatte am 09.11.1884 Karl Kretz (geb. am 20.10.1848 in Schnerkingen, gest. am 19.12.1903) geheiratet. Am 29.03.1910 übergab sie das Haus ihrem Sohn Otto Kretz und seiner Frau Katharina Kretz, geb. Jäckle.

Otto Kretz wurde am 09.01.1885 in Schnerkingen (bei Meßkirch) geboren. Er heiratete am 02.09.1909 Katharina Jäckle (geb. am 20.01.1881 in Altenbeuren; vgl. dazu Beschreibung Hof Heigle in der Beurener Straße 4). Aus dieser Ehe stammen fünf Kinder: Karl (geb. am 04.04.1910 in Altenbeuren; er heiratete 1938 Hilde Steidle aus Lippertsreute), Emil (geb. am 17.06.1911 in Altenbeuren; er heiratete am 04.04.1946 Helene Stroppel aus Lippertsreute), Luise (geb. am 13.02.1914 in Unterrehna; sie heiratete 1943 Friedrich Ecker aus Heiligenholz), Ottilie (geb. am 10.04.1915 in Unterrehna; sie heiratete Hugo Allger aus Altheim), Ludwina (geb. am 10.04.1915 in Unterrehna; sie heiratete Josef Willibald aus Altheim).

Am 24.11.1913 wurde das Anwesen an Konrad Eberhard, einen Müller, verkauft. Otto und Katharina Kretz zogen nach Unterrehna. Nachdem Otto Kretz jedoch am 19.09.1915 in Russland gefallen war, plagte Katharina das Heimweh. Deshalb zog sie mit ihren Kindern wieder nach Altenbeuren zurück und lebte hier ein paar Jahre im Haus von Kreszentia Zeller / Anselm Lohr, bevor sie im Juli 1919 in Altheim ein Haus erwarb.

Am 12.01.1914 ging das Gehöft mit Mühle kurzfristig in den Besitz des Rechtsagenten Josef Andreas Engler aus Ravensburg über, um dann bereits am 17.09.1914 anlässlich einer Zwangsversteigerung an Thomas Löhle und Luise Löhle, geb. Jäckle, verkauft zu werden. Mit urkundlicher Eintragung vom 28.12.1914 wurden sie die rechtmäßigen Eigentümer.

Die Mühle ließen sie in der Folgezeit durch einen angestellten Müller betreiben. Thomas und Luise Löhle zogen erst im Zuge der Heirat ihrer Tochter Maria mit Josef Hafen im Mai 1925 gemeinsam mit ihren Kindern Franz und Berta auf das Gehöft bei der Mühle (vgl. dazu Beschreibung Beurener Straße 14).

Berta Löhle heiratete Adolf Schädler im Februar 1939 und zog nach Andelshofen. Franz Löhle (geb. am 13.04.1903) heiratete im Mai 1939 Elisabeth Baumann (geb. am 30.10.1910) aus Leustetten.

Thomas Löhle übergab die Mühle an seinen Sohn Franz im Jahre 1939. Er verstarb am 30.06.1941. Luise Löhle verstarb am 25.10.1956. Die Mühle wurde bis im Jahr 1952, bis 1956 immerhin noch Mehlhandel betrieben. Von Mai 1953 bis 1963 wurden hier Dünge- und Futtermittel für den Handel gelagert.

Aus der Ehe von Franz Löhle stammen vier Kinder: Josef (geb. am 18.02.1941; gest.am 01.11.2009), Siegfried (geb. am 19.08.1942), Hubert  und Renate.

Im Jahre 1969 wurde der Betrieb an Siegfried Löhle übergeben. Franz Löhle verstarb am 24.04.1979, Elisabeth Löhle am 15.01.2002. Im Jahre 1993/94 wurde die Mühle mit den Lagerräumen zu Wohnungen umgebaut. Die Landwirtschaft wurde bis zu seiner Krankheit im Jahre 1998 von Siegfried Löhle betrieben.

Im April 2000 brannte das Wohnhaus und die neu gebauten Wohnungen weitgehend ab.  Der Wiederaufbau war im Jahr 2001 beendet. Siegfried Löhle verstarb am 16.08.2006.

 

Renate Böhmann

Beurener Straße 4 (Anwesen Anselm Heigle)

Simon Jäckle aus Ebringen (bei Singen) und seine Frau Maria, geb. Reitinger, kauften Ende des 19. Jahrhunderts dieses Anwesen.

Aus ihrer Ehe stammen vier Kinder: Lidwina (geb. am 02.12.1875), Johann (geb. am 02.03.1877), Luise (geb. am 24.04.1878) und Katharina (geb. am 20.01.1881).

Der Sohn Johann Jäckle heiratete Maria Lorenz (geb. am 09.12.1882) aus Illmensee. Aus dieser Ehe gingen wiederum drei Kinder hervor: Alfred (geb. am 17.07.1909), Anna (geb. am 09.02.1911) und Luise (geb. am 27.02.1914). Anna heiratete am 11.05.1937 Johann Hoher und zog nach Grasbeuren. Luise heiratete Paul Gall und wohnte auf dem Hof. Die Ehe blieb jedoch kinderlos. Paul Gall starb am 02.11.1946 an den Folgen eines Kriegsleidens. Alfred ging in den Krieg und kam ebenfalls nicht mehr zurück. Er ist am 01.01.1944 gefallen. Luise Gall übernahm daraufhin den Hof und heiratete am 14.05.1949 Anselm Heigle (geb. am 21.07.1920) aus Altenbeuren. Diese Ehe blieb ebenfalls kinderlos. Johann Jäckle verstarb am 18.09.1956, Maria Jäckle, geb. Lorenz, am 09.04.1966. Luise verunglückte tödlich am 03.06.1967 in der Landwirtschaft. Am 06.08.1968 heiratete Anselm Heigle Gertrud, verwitwete Zahmel (geb. Bonk). Anselm Heigle verstarb am 21. April 2005.

 

Renate Böhmann

 

 

Beurener Straße 8 (Anwesen Brunner/Berenbold)

Das Wohnhaus der Familie Johann Brunner lässt sich mindestens auf das Jahr 1786 zurückdatieren, denn im Zuge von Umbaumaßnahmen wurde ein Balken über der Tür mit diesem Datum gefunden.

Der älteste bekannte Besitzer des Hofes war Wendelin Kohllöffel (geb. 1833, gest. 1922). Er heiratete Anna Maria Schlegel (geb. 1834, gest. 1912). Der Hof wurde daraufhin an die Tochter Maria (geb. 1864, gest. 1939) übergeben. Diese heiratete Andreas Berenbold (geb. 1868, gest. 1905). Maria Berenbold (geb. Kohllöffel) heiratete nach dem frühen Tod ihres Mannes erneut. Ihr zweiter Mann war Paul Thum (geb. 1855, gest. im Feb. 1929).

Der Hof wurde dann an Johann Berenbold (geb. 1896, gest. 1960), ein Kind aus erste Ehe, übergeben. Insgesamt entstammten dieser Ehe vier Kinder: Johann, Maria, Wendelin und Otto.

Johann Berenbold heiratete Elisabeth Jack (geb. am 17.11.1898, gest. im Jan. 1973). Die Ehe der beiden blieb kinderlos. Johann Brunner wurde von Johann und Elisabeth Berenbold (geb. Jack) auf dem Hof aufgenommen und wuchs hier auf. Er kommt gebürtig aus Beuren und hatte drei Geschwister (Ernst, geb. am 03.10.1928, gest. am 13.11.2006, Willi und Elisabeth, geb. im August 1935, gest. am 04.05.1944). Johann Berenbold war den vier Kindern Patenonkel und nahm nach dem frühen Tod des Vaters Johann Brunner bei sich auf.

Johann Brunner heiratete Anna Lohr. Aus dieser Ehe sind fünf Kinder hervorgegangen, Maria, Christa, Lydia (geb. am 15.03.1959, gest. 1993), Ulrike (geb. am 01.01.1961, gest. 1993) und Karl.

Karl Brunner übernahm den Hof von seinem Vater und führt ihn heute noch im Nebenerwerb. Aus seiner Ehe mit Rosa Ruf sind drei Kinder hervorgegangen: Michaela, Benjamin und Peter.

Die Scheune auf der anderen Seite der Straße wurde im Jahre 1915 erbaut. An dieser Stelle war zuvor eine Küferei oder Wagnerei abgebrannt (keine gesicherten Angaben vorhanden). Der damalige Besitzer (Kläsle) verkaufte das Grundstück an Herrn Paul Thum.

 

Johann Brunner

Beurener Straße 10 (Anwesen Biele)

Die  Familiengeschichte auf dem Hof Beurener Straße 10 begann vor 126 Jahren im Jahr 1882 mit dem Kauf des Anwesens durch Georg Hofer, den Ur-Großvater der heutigen Besitzerin. Seitdem ist der Hof immer jeweils an die Töchter übergegangen.

Der Landwirt Georg Hofer wurde als Sohn der ledigen Dienstmagd Theresia Hofer am 26.04.1847 in Altenbeuren geboren (gest. am 14.10.1918). Die ältesten bekannten Vorbesitzer waren die kinderlosen Eheleute Thomas Löhle, Altmüller und Landwirt und Anna Maria, geb. Blaser. Anna Maria verstarb am 08. Januar 1880, Thomas Löhle starb genau ein Monat später. Seine Erben waren "... Paul Löhle von Herdwangen, Amt Pfullendorf, Magdalena Löhle von dort und Johanna Löhle, Ehefrau des Müllermeister Xaver Bosch von Frickingen..." Georg Hofer hat von dieser Erbengemeinschaft laut Grundbuch "... den Hofraitheplatz, Gemüse-, Gras- und Baumgarten (zweiunddreissig Ar, 87 Meter) im Gewann Ortsetter, neben Wendelin Kohleffel und Jakob Zeller mit einem darauf befindlichen einstöckigen fünfthürigen Wohnbaus mit Scheuer Stall und Balkenkeller unter einem Dach, nebst angebauten Schweineställen, Holz und Wagenschopf sowie freistehender Schreinerwerkstätte..." Desweiteren hatte er einige dazugehörige Grundstücke am 14.07.1882 erworben. Leider ist unklar, wann genau das Anwesen erbaut wurde und wie es in den Besitz von Thomas und Anna Maria Löhle kam. Es könnte sich aber um das Elternhaus der Ehefrau gehandelt haben.

Georg Hofer hat in dem Zeitraum von 1882 bis 1893 weitere Grundstücke aufgekauft (die Voreigentümer sind bekannt). Ferner hat er die freistehende Scheune 1884/1885 zum Preis von 2.571.- Reichsmark auf der Hofstelle durch Zimmermann T. Johann Nell und Max Bauer Maurer aus Stephansfeld errichten lassen.

Am 12.11.1882 heiratete Georg Hofer Agatha Wollmann (geb. am 14.12.1850 in Oberuhldingen, gest. am 06.01.1921). Sie hatten zwei Kinder: die Hoferbin Maria (geb. am 28.08.1883) und die ältere Schwester Sofie. Sofie Hofer heiratete Anton Erat und zog nach Neufrach. Maria Hofer, übernahm den Hof am 09.02.1911 und heiratete am 15.02.1911 Anselm Lohr (geb. am 04.08.1884 in Weildorf).

Anselm und Maria Lohr bewirtschafteten das Anwesen bis 1953. In dieser Zeit wurden diverse Erweiterungen an den Gebäuden ausgeführt, weitere Grundstücke gekauft und zwei Baumgärten angelegt. Spätestens seit dieser Zeit gibt es auch ein Brennrecht. Anselm Lohr war ein Tüftler und oft gerufener Helfer bei schwierigen Geburten im Stall. Er wurde am 07.12.1922 als Gemeinderat der Gemeinde Beuren gewählt. Er behielt diese Funktion bis zu seiner Verpflichtung als Erster Beigeordneter des Bürgermeisters (Joseph Spießmacher) am 14.10.1935. Er blieb Erster Beigeordneter bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Maria Lohr verstarb 1955, Anselm Lohr am 06.05.1957.

Aus ihrer Ehe gingen zwei Töchter und ein Sohn hervor. Der Sohn starb als Säugling. Anna, geb. am 28.11.1911, heiratete Franz Stengele aus Schapbuch. Anna Stengele ist mit fast 97 Jahren vermutlich die älteste in Altenbeuren Geborene. Die zweite Tochter Maria, geb. am 22.06.1916, heiratete 1947 Karl Graf aus Schwenningen (Baden). Deren Tochter Gisela wurde im Jahre 1950 geboren. Karl Graf starb 1951. Maria Graf heiratete Alfons Biele aus Neufrach am 15.05.1953.

Der Hof wurde am 26.10.1953 an Maria und Alfons Biele übergeben. 1955/1956 wurde die Scheune aufgestockt und erweitert, das Wohnhaus geringfügig umgebaut. Das benachbarte Haus (wer es damals besaß, ist leider unbekannt) wurde 1956 an Josef und Agnes Schmidt verkauft. Aus früheren Unterlagen geht hervor, dass 1955 das "... Haus Gebäude 8 noch keinen Wasserleitungsanschluss, wohl aber einen eigenen Brunnen hat..."

Das Anwesen wurde am 15.07.1981 an Gisela Biele-Lawrence übergeben. Zu dieser Zeit waren fast alle Felder verpachtet. Maria Biele starb am 03.07.1989, Alfons Biele am 30.08.1996.

 

Gisela und Paul Lawrence

Beurener Straße 11, Banzenbohl 3 (Anwesen Ulsamer/Zinsmeister)

Die Häuserbeschreibung der Altenbeurener Familien Zinsmeister und Ulsamer lässt sich leichter darstellen, wenn wir die Zeit einmal andersherum betrachten. Daher wird hier der Blick nicht von der Vergangenheit in die Gegenwart gerichtet, sondern von der Gegenwart aus rückwärts in die Vergangenheit.

Generation I: Das heutige Anwesen Ulsamer ist im Besitz der Eheleute Erich und Maria-Anna Zinsmeister (geb. Schmieder). Erich Zinsmeister wurde in Altenbeuren geboren. Erich ist der Sohn von Franz und Maria Zinsmeister (geb. Ulsamer). Er heiratete Marianne Schmieder aus Beuren. Sie wurde in Heiligenberg geboren als Tochter von Johann und Elisabeth Schmieder (geb. Gommeringer). Aus dieser Ehe sind zwei Kinder hervor gegangen: Julia Zinsmeister und Markus Zinsmeister, beide in Tettnang geboren.

Generation II: Franz Zinsmeister (geb. am 21.05.1921 in Altenbeuren, heute Banzenbohl 3, gest. am 19.02.2001 in Berau) war der Sohn von Gottfried und Berta Zinsmeister (geb. Allgaier). Er heiratete Maria Ulsamer (geb. am 09.02.1920, gest. am 26.10.1988). Sie war die Tochter von Joseph Alfred Max und Theresia Zinsmeister (geb. Haiß). Aus dieser Ehe gingen sechs Kinder hervor: Berta Zinsmeister (geb. in Meersburg), Maria Zinsmeister (geb. in Meersburg), Erich Zinsmeister (geb. in Altenbeuren), Elisabeth Zinsmeister, Rosa Zinsmeister (geb. 1954, gest. am 29.09.1963 in Überlingen) und Johanna Zinsmeister (geb. in Überlingen).

Generation III: Gottfried Zinsmeister (geb. am 16.12.1879, gest. am 17.04.1964 Altenbeuren) ist der Sohn von Wilhelm und Susanna Zinsmeister (geb. Futterer). Er heiratete Berta Allgaier. Aus dieser Ehe sind wiederum vier Kinder hervorgegangen: Alfred Zinsmeister (geb. am 10.04.1914, gest. am 26.03.1944), Wilhelmina Zinsmeister, Bernhard Zinsmeister (geb. am 30.01.1920, gest. 2007) und Franz Zinsmeister (geb. am 21.05.1921 in Altenbeuren, gest. am 19.02.2001 in Berau).

Joseph Alfred Max Ulsamer (geb. am 18.08.1876 in Rappoltsweiler, gest. am 24.03.1958 in Altenbeuren) war der Sohn von Johann Alfred und Juliana Ulsamer (geb. Preisl). Er heiratete Theresia Haiß (geb. am 14.10.1881, gest. am 01.02.1942 Altenbeuren). Aus dieser Ehe gingen sieben Kinder hervor: Johanna Ulsamer (geb. am 19.10.1905, gest. 1988), Alfred Ulsamer (geb. am 20.06.1906, gest. 1982 in Altenbeuren), Theresia Ulsamer (geb. am 21.10.1907, gest. 1983 in Altenbeuren), Juliana Ulsamer (geb. am 24.08.1912, gest. 1997 in Überlingen), Maria Ulsamer (geb. am 09.10.1920 in Altenbeuren, gest. am 26.10.1988 in Altenbeuren), Ottilie Ulsamer (geb. am 20.10.1921, gest. am 05.04.1984 in Lindau) und Franz Ulsamer (geb. am 30.03.1923).

Generation IV: Wilhelm Zinsmeister heiratete Susanna Zinsmeister (geb. Futterer). Aus dieser Ehe ist ein Kind bekannt: Gottfried Zinsmeister (geb. am 16.12.1879 in Beuren, gest. am 17.04.1964 in Altenbeuren) Johann Alfred Ulsamer (geb. am 04.09.1851, gest. am 08.02.1921 in Obersasbach) heiratete Juliana Preisl (geb. am 20.01.1855, gest. am 20.11.1929 in Obersasbach). Aus dieser Ehe gingen zwei Kinder hervor: Joseph Alfred Max Ulsamer (geb. am 18.08.1876 in Rappoltsweiler, gest. am 24.03.1958 in Altenbeuren) und Johanna Ulsamer (geb. am 23.01.1887 in Küßnach, gest. am 11.07.1979 in Offenburg)

Das Haus, in dem die Familie Zinsmeister daheim war (Banzenbohl 3), wurde am 30.11.1989 an Rudolf Ruhl verkauft. Dieser baute das Landwirtschaftsanwesen zu einem Wohnhaus mit mehreren Wohnungen um. Das Haus Ulsamer (Beurener Straße 11) wurde im Mai 2002 abgerissen und stattdessen ein neues Einfamilienhaus erstellt. In diesem wohnt heute die Familie Erich Zinsmeister.

 

Erich Zinsmeister

Beurener Straße 12 (ehemals Anwesen Schmid)

"... Grundstücksbeschrieb: Auf der Hofreite steht ein zweistöckiges Wohnhaus mit Scheune, Stall und Schopf, angehängtem Holzschopf und Schweineställen..."

Jakob Zeller und Kreszentia Zeller, geb. Jauch, waren die ersten bekannten Besitzer des Anwesenes. Durch Erbschaft ging das Eigentum am 25.02.1900 an Kreszentia Zeller über. Sie verkaufte das Haus am 10.12.1918 an Anselm Lohr und dessen Ehefrau Maria Lohr, geb. Hofer (vgl. Beschreibung Beurener Straße 10).

Das Gebäude wurde vermietet, zunächst an Katharina Kretz (bis Juli 1919) und von 1920 bis 1950 an die Familie Meisohle. Am 25.01.1954 ging der Besitz an Alfons Biele und Maria Biele, geb. Lohr, über. Am 30.08.1956 wurde das Anwesen an Josef Wilhelm Schmid (geb. am 04.08.1882 in Goldbach bei St. Gallen) und seine Ehefrau Agnes Schmid, geb. Arnold (geb. am 03.08.1880 in Hochdorf/Biberach) verkauft. Im Jahre 1963 feierten Josef und Agnes Schmid ihre diamantene Hochzeit, 1968 sogar noch ihre eiserne Hochzeit. Agnes Schmid verstarb 1970, noch vor dem Weiterverkauf. Josef Schmid zog nach dem Tod seiner Frau zu seinem Sohn nach Markdorf.

Am 24.11.1970 erwarben Josef und Maria Hafen das Gebäude. Der Wohnteil wurde in der Folgezeit kurzfristig an Bauarbeiter vermietet, die an der Bohrstelle im Gewann Leimgrube tätig waren. Seit 1981 ist das Haus im Besitz von Josefine Hafen. Das Gebäude war zwischenzeitlich sehr baufällig geworden und wurde im Winter 1993/94 abgerissen.

 

Renate Böhmann

Molke und Raiffeisenlager

Am 29. Juli 1934 wurde die Molkereigenossenschaft Altenbeuren mit 22 Mitgliedern gegründet. Dafür wurde für 1.000.- Reichsmark eine Rahmstation in der Werkstatt von Bernhard Rogg eingerichtet. Am 30. September 1934 wurde zum ersten Mal Milch angeliefert. Die Aufnahme der Mennwanger Milchlieferanten in die Molkerei in Altenbeuren wurde am 23. Februar 1941 beschlossen, ab. 1. Februar 1942 wurde dann die erste Milch von Mennwangen in die Altenbeurener Rahmstation gebracht.

Dann wurde im Rahmen einer außerordentlichen Generalversammlung am 17.12.1950 beschlossen, ein neues Molkereigebäude zu errichten. Dessen Inbetriebnahme erfolgte am 19. November 1951.

Als nach den Kriegs- und Nachkriegswirren Dünge- und Futtermittel wieder verfügbar waren, fasste man im Februar 1949 den Entschluss, dem Milchgeschäft eine entsprechende Warenabteilung anzuschließen. Deren Lagerräume waren bis Mai 1953 beim Ortsrechner Berenbold, dann bis 1963 bei Franz Löhle. Die ständige Ausweitung des Sortiments und der zunehmende Bedarf ließen schließlich die Überlegung aufkommen, ein eigenes Lager neben der Molkerei zu erstellen. Der Beschluss zur Durchführung dieses Vorhabens wurde am 21. März 1962 in einer ordentlichen Generalversammlung gefasst. Im Dezember 1964 war das neu erbaute Lagerhaus neben der Molkerei bezugsfertig.

Im Juli 1972 wurde man durch die veränderte Milcherfassung des Milchwerkes Radolfzell gezwungen, die bisherige Entrahmung aufzugeben und auf Frischmilchanlieferung umzustellen. Am 1. November 1976 kam die Direkterfassung der Milch. Ende der 70er Jahre suchte man den Kontakt zur Nachbargenossenschaft Untersiggingen. Am 5. November 1979 erfolgte der Fusionsvertrag beider Genossenschaften. Das Lager wurde Mitte der 80er Jahre endgültig geschlossen.

Die RWG Deggenhausertal verkaufte am 1. Februar 1990 das Gebäude an die Gemeinde Salem. Die Gemeinde nutzte das Gebäude als Lagerraum für Schilder und Material des Bauhofes der Gemeinde. Durch den Neubau des Bauhofes auf dem Gelände des Werkstoffhofes stand das Gebäude seit 2005 leer. Lagerverwalter im neuen Lagergebäude waren zuerst Karl Kirschbaum, Johann Brunner, Franz Hafen und zuletzt der Untersigginger Geschäftsführer Alfred Rogg.

Die Gemeinde bzw. die RWG Deggenhausertal ermöglichten dem Narrenverein Schlüsselbieter schon Ende der 70er Jahre die nicht mehr genutzte Molke zu einer Zunftstube umzubauen. In den folgenden Jahren wurde die Molke immer wieder ein wenig umgebaut und modernisiert. 2005 ergab sich dann die Möglichkeit, die Molke vollständig zu sanieren und in den Bereich des Lagers zu erweitern. Hierfür stellte die Gemeinde Salem 35.000.- Euro zur Verfügung. Die Dorfgemeinschaft setzte die Renovation mit großem Engagement und viel Eigenleistung selbst um. Es wurden viele Sach- und Geldspenden für den Umbau im Dorf gesammelt. Seit diesem Zeitpunkt ist die Molke in Altenbeuren noch stärker als kultureller Mittelpunkt im Dorfleben präsent. Hier finden heute ganzjährig diverse Veranstaltungen statt, bei denen auch heute, wie zur Zeit der Milchanlieferung, das ganze Dorf und besonders Jung und Alt zusammenkommt.

 

Christian Keller

Beurener Straße 14 (Anwesen Hafen)

Der erste bekannte Besitzer des Anwesens war Anton Beck im Jahr 1762. Das Anwesen ging an den Sohn Wendelin Beck über. Dieser heiratete Ursula Wagner (geb. am 28.11.1798). Aus dieser Ehe stammte die Tochter Anna Maria Beck (geb. am 09.01.1829).

Am 09.06.1853 heiratete Anna Maria Beck den Landwirt Bernhard Rimmele aus Haberstenweiler. Aus der Ehe ging nur eine Tochter namens Josefa hervor, die bereits am 28.04.1890 verstarb. Anna Maria Beck verstarb acht Jahre später, am 05.01.1898. Ihr Ehemann Bernhard Rimmele verkaufte daraufhin das Anwesen am 26. Mai 1898 an Thomas Löhle inklusive 50 Morgen landwirtschaftlicher Fläche (1 badischer Morgen = 36 ar) und mit folgendem Wortlaut im Grundbuch:

„63 ar, 91 qm Hofraithe und Gartenland, Gewann Ortsetter, neben Jakob Zeller, neben Johann Wagner mit einem darauf befindlichen zweistöckigen Wohnhaus mit Seitenbau, Scheuer, Stall und Schopf unter einem Dach, nebst angefügten Schweineställen. Eine zweistöckige Scheuer mit Balkenkeller und angebautem Holzschopf sowie ein freistehendes Wasch- und Backhaus."

Thomas Löhle, geb. am 08.12.1866, stammte aus Frickingen. Er heiratete am 02.05.1901 Luise Jäckle aus Altenbeuren (heute Beurener Str. 4). Luise Jäckle wurde am 28.04.1878 in Ebringen bei Singen geboren (Schwester von Johann Jäckle). Aus der Ehe stammten drei Kinder, die Hoferbin und älteste Tochter Maria (geb. am 01.05.1902), der Sohn Franz (geb. am 13.04.1903) und die jüngste Tochter Berta (geb. am 07.12.1908). Thomas Löhle war jahrelang Stabhalter von Altenbeuren (Stabhalter ist ein Vertreter der Gemeinde, gleichzusetzen mit einem Ortsvorsteher). Im Jahre 1914 kaufte er die Mühle mit 30 Morgen landwirtschaftlicher Fläche (heute Beurener Str. 1, Vorbesitzer: Kretz). Die Mühle wurde durch einen angestellten Müller betrieben. Am 26.05.1925 übernahm Maria Löhle die Landwirtschaft. Sie heiratete am 28.05.1925 Josef Hafen (geb. am 21.03.1896) aus Untersiggingen. Thomas und Luise Löhle zogen auf das Gehöft bei der Mühle, heute Beurenerstr. 1. Aus der Ehe von Maria und Josef Hafen gingen drei Kinder hervor: ihr Sohn Karl, geb. am 18.05.1926 und gefallen in Holland am 25.10.1944, ihre Tochter Elfriede, geb. am 19.09.1928 (verh. Gäng/Grünwangen; gest. am 31.10.2004) und ihr Sohn Franz, geb. am 04.01.1933. Josef Hafen war Obmann der Freiwilligen Feuerwehr in Altenbeuren. Von 1933 bis 1967 beförderte er mit dem Pferdefuhrwerk die Toten der Pfarrgemeinde Weildorf. Franz Hafen heiratete im Jahre 1960 Josefine Löhle aus Tüfingen und übernahm den elterlichen Betrieb am 16.05.1960. Am 24.11.1970 wurde das benachbarte Haus (Beurener Str. 8) von Josef und Agnes Schmid erworben. Im Winter 1993/94 wurde dieses Gebäude abgerissen. Aus der Ehe von Franz und Josefine Hafen stammen fünf Kinder: Anita (verh. Rutka/Mering), Karl-Heinz, geb. am 25.01.1963 (tödlich verunglückt am 25.09.2004), Thomas, Claudia (verh. Burth/Eimühle bei Ostrach) und Renate (verh. Böhmann in Bächen). Am 01.07.2002 übergaben Franz und Josefine Hafen den landwirtschaftlichen Betrieb an ihren Sohn Thomas. Aus der Ehe von Thomas und Carmen Hafen, geb. Baumann aus Leimbach, gingen drei Kinder hervor: Felix, Philipp und Raffaela.

 

Renate Böhmann

Beurener Straße 16 (Anwesen Wagner)

Die Geschichte des Hofes lässt sich bis ins Jahr 1762 zurückverfolgen. Der damalige Besitzer war Adam Wagner. Er hatte einen Sohn Johann Wagner (geb. am 17.06.1752, gest. am 26.10.1817). Dieser heiratete Anna Manra Köberle (geb. am 08.07.1773, gest. 06.04.1847) aus Musbach. Sie übergaben den Hof an ihren Sohn Martin Wagner (geb. am 12.11.1806, gest. am 06.01.1891). Dieser war vermutlich bereits Langholzer. Er war mit Maria Anna Schmidt (geb. am 27.12.1825, gest. am 17.04.1870) aus Bruckfelden verheiratet und übergab den Hof an Johann Wagner (geb. am 07.12.1859, gest. 1949). Johann Wagner war Landwirt und Langholzer. Am 15.02.1883 heiratete er Anna Belz (geb. am 12.06.1857, gest. am 07.11.1888) aus Taisersdorf. Mit ihr hatte Johann drei Kinder: Josef (geb. am 10.01.1884), Franz (geb. 1886) und August (geb. 1887). Im Jahre 1890 heiratete Johann Wagner ein zweites Mal. Seine Frau war Pauline Rothmund (geb. am 25.01.1857, gest. 1944) Er hatte mit ihr weitere 4 Kinder: Johann (geb. 1890 starb mit 17 Jahren), Anton (geb. am 10.04.1892, gest. am 08.11.1967), Martin (geb. 1895) und Gebhard (geb. 1898). Der Hof wurde an den ältesten Sohn aus zweiter Ehe übergeben. Anton Wagner (geb. am 10.04.1892, gest. am 08.11.1967) heiratete am 16.12.1930 Frieda Keller (geb. am 30.7.1893, gest. am 30.07.1963) aus Weildorf.

Diese Ehe blieb jedoch kinderlos. Daher kam im Jahre 1944 der Neffe August Wagner auf den Hof. August Wagner ist ursprünglich auf dem Hof Lindenstraße 14 daheim. An ihn wurde der Hof 1960 übergeben.

August Wagner heiratete in Februar 1960 Stefanie Stötzle (geb. am 14.12.1934, gest. am 08.03.1998) aus Rickenbach. Aus dieser Ehe stammen zwei Kinder: Manfred und Johann.

Im Jahr 1919 wurde der nebenstehende Speicher gekauft und im Jahr 1920 aufgestockt. Hier sind die Vorbesitzer nicht bekannt. Der Speicher wurde teilweise zu einer Wohnung umgebaut.

Seit Generationen wird bei diesem Hof vom „Kasper’s-Bur“ gesprochen. Es gibt zwei Vermutungen, woher diese Bezeichnung kommen könnte:

Entweder hieß ein noch früherer Vorbesitzer "Kasper" oder "Kaspar" oder es handelte sich um den größten Hof im Dorf, der dem Ortsvorsteher gehörte. Denn früher waren die Landwirte mit den größten Besitzungen oft zugleich Ortsvorsteher (wahrscheinlich weil sie selbst ein großes Eigeninteresse an der Dorfentwicklung hatten) und wurden als so genannte "Kaspers-Buren" bezeichnet.

 

Renate Böhmann

Beurener Straße 17 (Anwesen Meisohle)

Adolf Meisohle wurde am 26.12.1873 geboren und stammt aus Oberbarmen/Wuppertal. Er zog im Jahr 1920 mit seiner Frau Carolina Meisohle, geb. Kessler, die am 10.10.1882 in Altenbeuren geboren wurde, nach Altenbeuren. Sie wohnten in Miete im Nebengebäude der Familie Anselm Lohr. Adolf Meisohle war Sattler und Tapezierer. Da hierbei nicht viel Geld zu verdienen war, betrieben Sie zusätzlich noch ab dem Jahr 1922/1923 ein Kolonialwarengeschäft. Aus der Ehe der beiden gingen fünf Kinder hervor: Adolf, Elisabeth, Anni, Arthur sowie ein weiteres Kind, dessen Geschlecht und Name nicht mehr bekannt ist.

Ihr Sohn Arthur Meisohle wurde am 08.04.1909 in Konstanz geboren. Er heiratete i1938 Berta Stengele (geb. am 19.08.1912) vom Schapbuchhof.  Aus der Ehe entstammen wiederum zwei Kinder: Hans-Jörg und Günther.

Der Vater Arthur Meisohle arbeitete zunächst als Maschinenschlosser. Nach dem Krieg bekam er jedoch keine Arbeit, so dass er bei seinem Vater Adolf in Lehre ging. Arthur wurde Polstermeister und übernahm den Betrieb seines Vaters. Im Jahre 1950 erwarb die Familie Meisohle das Anwesen der Familie Schlude. Das Gemischtwarengeschäft wurde nun auch verlagert. Hinzu kam nun noch die Poststelle II.

Adolf Meisohle verstarb im Sommer 1955, Carolina Meisohle verstarb am 30.06.1970. Am 05.05.1965 brannte das Anwesen ab. Bis zum Wiederaufbau wohnten Arthur und Berta bei Familie Kaier. Die Kinder waren in einer aufgestellten Baracke untergebracht. Die Oma wohnte solange bei ihrer Tochter Elisabeth in Mimmenhausen. Das Gemischtwarengeschäft wurde in dieser Zeit im Keller des Raiffeisenlagers betrieben.

Neujahr 1966 war das neue Gebäude mit einem Gemischtwarengeschäft und dem Lager für die Polster- und Bodenlegerarbeiten fertig.

Das Raumausstattungsgeschäft wurde am 23.03.1973 nach Markdorf verlagert. Die Poststelle II wurde im Jahr 1975 geschlossen.

Hans-Jörg heiratete im Jahre 1970 Helga Gessler und zog nach Hundweiler (nahe Ittendorf). Günther heiratete im Jahre 1973 Ida Gom und zog nach Nußdorf. Das Gemischtwarengeschäft wurde im Jahr 1986 geschlossen. Berta Meisohle starb am 16.02.1992, Arthur Meisohle am 16.12.2000.

 

Günter Meisohle

Beurener Straße 18 (Speicher Wagner/Koester)

Martin Koester (geb. am 11.11.1911, gest. am 20.02.1983) wurde 1942 zum Kriegsdienst eingezogen und kam an die Front nach Russland. Margarete Koester (geb. am 25.11.1911, gest. am 05.02.2000) musste im Januar 1945 mit ihren drei Kindern aus Klein Lichtenau im damaligen Westpreußen (heute Lichnowki im Kreis Marienburg, Polen) mit einem Flüchtlingstreck fliehen. Bei der Flucht von Margarete Koester gab es folgende Besonderheit. Margarete sollte mit ihren drei Kindern mit der "Wilhelm Gustloff" nach Dänemark verschifft werden. Frau Koester war mit ihren beiden kleineren Kindern Walter und Lili (Elisabeth) bereits an Bord. Kurz vor dem Ablegen bemerkte sie, dass Helmut fehlte, der noch Lebensmittel besorgen sollte. Sie verließ deshalb wieder das Schiff mit ihren Kindern. So kam es, dass die "Wilhelm Gustloff" ohne Familie Koester ablegte. Es sollte die letzte Fahrt des Schiffes werden, denn es wurde von russischen Torpedos versenkt. Was für ein Glück für die Koesters! Mit einem anderen Schiff gelangten sie zuerst nach Dänemark in ein Internierungslager. Von dort aus kamen sie 1947 in das Goldbachlager in Überlingen und fanden im Herbst in Altenbeuren bei Familie Anton und Klara Heigle im damaligen "Gässele", der heutigen Lindenstraße, eine neue Heimat. Sie wohnten im dortigen Speicher über der Brennerei. 1949 kam Martin Koester aus russischer Gefangenschaft zu seiner Familie nach Altenbeuren. 1968 zog die Familie Koester in die Beurenerstaße 18. Hier wohnten sie in Miete bei August Wagner. Zuvor wohnte hier ein „Kaspers-Bur“ (Näheres ist nicht bekannt).

Martin Koester war maßgeblich am Bau der heute noch vorhandenen großen Rutsche beteiligt. Diese wird alle zwei Jahre zur Fasnacht aufgebaut und erfreut sich auch heute noch sehr großer Beliebtheit. Alfred Koester, der Sohn von Lili, wuchs in Altenbeuren bei Margarete Koester auf. Seitdem Margarete Koester nach Lellwangen zu ihrer Tochter wohnt, lebt in dem Haus Beurenerstraße 18 Jutta Endres.

 

Christian Keller

Beurener Straße 19 (ehemals Anwesen Kaier)

Die Landwirtschaft mit Schmiede stammte ursprünglich aus dem 18. Jahrhundert. Genauere Daten liegen leider nicht vor. Die ältesten bekannten Besitzer des Hofes waren bis etwa 1890 die Hiestands. Dann kam der Hof an den Schmiedemeister Josef Kaier, der die Witwe Hiestand zur Frau nahm. Diese Ehe blieb kinderlos.

Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete Josef Kaier 1903 seine zweite Frau Maria, geb. Müller, aus Echbeck. Aus dieser Ehe gingen die Kinder Josef, Emilie, Olga, Karl, Anna, Alfons, Wolfgang, die Zwillinge Elsa und Richard sowie Gebhard hervor. Im Jahr 1926 brannte das Anwesen ab und wurde 1927 als Wohnhaus mit Ökonomieteil einschließlich Schmiede wieder aufgebaut. Die Schmiede wurde neben der Landwirtschaft bis 1938, dem Todesjahr von Josef Kaier sen., betrieben.

Ab 1939 war der Hof eine reine Landwirtschaft, da der als Nachfolger vorgesehene Sohn Alfons, gelernter Schmied, in den Krieg musste. 1951 wurde die Landwirtschaft von Alfons Kaier und seiner Frau Rosa, geb. Futterer, übernommen und bis 1975 betrieben. 1982/1983 wurde das Gebäude zu einem Zweifamilienhaus umgebaut und vom einzigen Sohn Alfons Kaier und dessen Frau Elisabeth, geb. Vollmar, übernommen. Aus dieser Ehe gingen die drei Töchter Regina, Angela und Claudia hervor.

Alfons und Elisabeth Kaier verkauften das Anwesen im Mai 2008 an Wolfgang und Caroline Gerstenhauer und kauften sich ein Haus in Überlingen am Bodensee.

 

Alfons Kaier

Beurener Straße 20 (Anwesen Thum)

Der erste bekannte Besitzer war ein Herr Nell. Von ihm weiß man lediglich, dass es den Hof an seine Tochter Theresia übergab, die wiederum einen gewissen Benedikt Auer heiratete. Mit ihm hatte sie zwei Söhne: Franz (geb. 1906) und Max Auer. Die beiden Eltern Benedikt und Theresia Auer starben beide sehr früh, deshalb war der Erstgeborene Franz Auer erst 22 Jahre alt, als er den Betrieb im Jahre 1928 übernahm und im selben Jahr verkaufte. Die Käufer waren Otto Thum und seine Frau Sofie.

Otto Thum stammte ursprünglich aus Mennwangen (geb. am 16.09.1898, gest. am 12.05.1984). Er heiratete am 25.10.1928 Sofie Felix aus Limpach (geb. am 14.05.1902, gest. am 09.01.1970). Aus ihrer Ehe gingen vier Kinder hervor: Johann (geb. im Juli 1929), Josef (geb. am 25.10.1930, gest. 2005; er heiratete 1956 Anna Schwarz aus Haberstenweiler), Anna (geb. am 23.02.1933, gest. 2003; sie heiratete im Jahr 1959 Alfred Allgaier aus Mimmenhausen) und Elisabeth (geb. im Juni 1936; sie heiratete Ernst Ecker aus Mittelstenweiler).

Johann übernahm den elterlichen Betrieb und heiratete im März 1960 Johanna Ziegler aus Weildorf (geb. im März 1931). Auch sie haben vier gemeinsame Kinder: Jutta (geb. im Januar 1961; sie heiratete 1992 Roland Hukle und lebt zusammen mit ihrem Mann und ihrer Tochter Daniela auf dem Anwesen), Irma (geb. im Januar 1962; sie heiratete 1992 Franz Weiß aus Rast), Johann (geb. im März 1964; er heiratete im Jahr 1995 Claudia Maier aus Tüfingen, geb. 1964) und wohnt ebenfalls auf dem Anwesen sowie Inge (geb. im April 1966; sie heiratete 1990 Joachim Knoll aus Lippertsreute-Wackenweiler). Die Erweiterung des Wohnhauses wurde im Jahr 1992 fertiggestellt.

 

Renate Böhmann

Beurener Straße 25 (Anwesen Kessler/Öxle)

1939 wurde der Hof in der Beurener Straße 25 von Anna Öxle (geb. Biller, geb. am 27.07.1911 in Weildorf, gest. am 22.01.1998) und Josef Öxle (geb. am 21.03.1901 in Haberstenweiler, gest. am 21.11.1945 an den Folgen von Kriegsleiden) gekauft. Zuvor war der Hof im Besitz von Familie Walk. Josef Öxle heiratete Anna Biller und hatte mit ihr zwei Kinder: Marianne und Rudolf .

Nach dem frühen Tod ihres Mannes Josef heiratete Anna 1946 Leo Kessler (geb. am 12.04.1922 in Altenbeuren, gest. am 06.12.1988). Dieser Ehe entstammen zwei weitere Kinder: Leonie und Gerlinde. Gerlinde Kessler heiratete im Jahre 1972 Heinzrüdiger Schimek. Zu diesem Zeitpunkt wurde bereits keine Landwirtschaft mehr betrieben, diese wurde 1961 aufgegeben. Gerlinde und Heinzrüdiger Schimek haben eine Tochter: Tanja.

Der Hof wurde umgebaut und der Ökonomietrakt zum Wohnraum ausgebaut. Heute wohnen zwei Familien in dem Haus.

 

Renate Böhmann

 

Banzenbohl 1 (Anwesen Keller)

Das Gebäude Banzenbohl 1 liegt auf der nördlichen Seite der Beurener Straße, zentral in Altenbeuren.

In seiner ursprünglichen Form wurde es als langrechteckiges Gebäude zentral auf dem Grundstück errichtet. Über dem zweigeschossigen Baukörper ist ein zweigeschossiges Satteldach errichtet. Die Grundrissstruktur ist den damaligen Bauernhäusern entsprechend zweizonig angeordnet. An den südlichen Wohnbereich schließt sich nördlich der Wirtschaftsteil an. Im vorderen Bereich des Wohnbereiches befindet sich die Stube mit Kachelofen, im hinteren, östlichen Bereich ist die Küche angeordnet. Die Erschließung des Obergeschosses erfolgt über eine einläufige Treppe, die an der Trennwand zum Wirtschaftsteil angeordnet ist. Das Obergeschoss ist in drei Zimmer aufgeteilt, die als Schlafstuben gedient haben. Der Wirtschaftsteil gliedert sich in eine zweigeschossige Tenne und die Stallungen. Das Dachgeschoss wurde über das ganze Gebäude hinweg als Speicher bzw. Strohlager genutzt.

Das Gebäude wurde als Fachwerkbau konzipiert. Lediglich der Keller unter dem Wohnbereich ist in Naturstein ausgeführt. Das Dachtragwerk wurde als liegender Stuhl mit vier Binderachsen und Kehlgebälk abgebunden. Die Errichtung des Gebäudes kann wegen der Grundrissstruktur in das ausgehende 18. Jahrhundert datiert werden. Aus dieser Zeit ist heute noch der Wohnbereich in seiner ursprünglichen Form und Grundrissaufteilung erhalten. In einer ersten Umbauphase zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde ein Wiederkehr Richtung Norden erweitert. Hier wurde im Erdgeschoss eine Werkstatt eingerichtet. Das Obergeschoss und das Dach wurden als Speicher verwendet. In einer gründlichen Sanierung Ende des 20. Jahrhunderts wurde der Wirtschaftsteil völlig erneuert und der Dachstuhl über dem gesamten Gebäude ausgetauscht.

Das älteste bekannte Familiengeschlecht auf dem Anwesen Banzenbohl 1 ist die Familie Futterer. Als Eigentümer kann die Familie Futterer bis Mitte des 19. Jahrhunderts belegt werden. Ob aber der Hof jedoch auch von ihnen errichtet wurde, ist nicht gesichert.

Im Jahr 1905 heiratete Josef Keller (1880-1960) aus Untersiggingen Veronika Futterer (1877-1957). Als Schreinermeister eröffnete er eine Schreinerei und erweiterte den Bauernhof um eine Werkstatt. Noch bis nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Schreinerei weitergeführt. Johann Keller (1913-1979) übernahm den Hof und führte die Landwirtschaft weiter. Erst 1979 wurde die Landwirtschaft aufgegeben. Ab da wurde der Hof als Wohnhaus genutzt. Ende des 20. Jahrhunderts wurde durch Gebhard Keller der Wirtschaftsteil zum Wohnhaus umfunktioniert.

 

Christian Keller

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Rosenbergstraße 2 (Anwesen Kessler)

Der Hof wurde vermutlich zwischen 1876 und 1881 erbaut. Im Jahre 1939 wurde das Wohnhaus neu gebaut. Es handelt sich hier um eine klassische Landwirtschaft.

Der erste bekannte Besitzer war Alois Kessler (geb. am 17.09.1850) aus Altheim. Er heiratete Albertina Hörig (geb. am 09.01.1857) aus Altheim am 29.11.1876 und zog mit ihr nach Altenbeuren. Ob sie das Gehöft neu erbauten oder ob zu diesem Zeitpunkt schon ein Hof bestand, ist nicht klar. Die beiden hatten einen Sohn, Leo Kessler (geb. am 12.04.1881 Altenbeuren, gest. am 28.10.1942). Dieser übernahm den Hof und heiratete Katharina Reisch (geb. am 11.05.1882, gest. 16.09.1929).

Aus dieser Ehe gingen wiederum drei Kinder hervor: Leo (geb. am 12.04.1922, gest. am 06.12.1988, der Anna Biller, verw. Öxle, heiratete und auf das heutige Anwesen Schimek zog), Elisabeth (geb. am 24.06.1924) und Johann (ebenfalls geb. am 24.06.1924). Nach dem frühen Tod seiner Frau Katharina heiratete Leo Kessler in zweiter Ehe Maria Karrer (geb. am 29.05.1893, gest. am 30.03.1970) aus Höreute. Aus zweiter Ehe hatte er auch drei Kinder: Alois (geb. am 20.06.1931, gest. am 13.12.1999), Albert (geb. am 27.07.1932, gest. am 26.10.2000) und Anton.

Der Hof wurde an Alois Kessler, dem ersten Kind aus zweiter Ehe übergeben. Dieser heiratete im Jahre 1959 Hildegard Wielatt aus Beuren. Sie hatten zusammen zwei Töchter: Agnes und Luzia. Luzia heiratete Maximilian Reiss aus Lellwangen und wohnt mit ihren beiden Kindern im Elternhaus.

 

Renate Böhmann

 

Rosenbergstraße 6 (Anwesen Ketz/Lohr)

Die geschichtlichen Aufzeichnungen in der Familie Lohr lassen sich über zehn Generationen lückenlos zurückverfolgen. Wenn man die Kinder der letzten Generation noch dazu nimmt (Edeltraut Häusler, geb. Lohr) dann sind es mittlerweile sogar elf Generationen.

 Die erste bekannte Generation geht auf Hans Kretz (geb. in Altenbeuren, gest. am 13.01.1675) zurück, der Eva Zinsmayerin aus Frickingen am 14.06.1654 heiratete. Der Hof wurde von Georg Kretz (geb. am 22.03.1655, gest. am 06.11.1711) und seiner Frau Katharina (geb. Gräffin, gest. am 21.12.1710) übernommen, die er am 26.04.1682 heiratete. Er übergab ihn an seinen Sohn Alexander Kretz (geb. am 08.02.1684, gest. am 06.11.1747). Weitere Geschwister sind nicht bekannt.

Alexander heiratete Katharina Maderin (geb. am 04.05.1684) aus Beuren. Ihr Sohn Joseph Kretz (geb. am 06.05.1717, gest. am 10.04.1798) heiratete im Jahr 1746 Maria Anna Endrasin aus Altenbeuren (geb. am 08.11.1723, gest. am 06.03.1769). Es lässt sich heute leider nicht mehr nachvollziehen, ob die Hoferben weitere Geschwister hatten, es ist allerdings davon auszugehen.

Ab der jetzt kommenden Generation ist auch der Beruf bekannt, den die Männer ausübten. Neben diesen Berufen wurde der Hof auch weiterhin als Landwirtschaft betrieben. So war Anton Silvester Kretz (geb. am 31.12.1749, gest. am 23.10.1819) Seiler von Beruf. Er heiratete am 19.04.1800 Anna Maria Walk (geb. am 21.03.1767, gest. am 22.10.1834). Seinen Beruf gab Anton Silvester Kretz auch an seinen Sohn Peter Kretz (geb. am 29.06.1804, gest. am 11.01.1874) weiter. Dieser heiratete am 08.02.1827 Maria Anna Strobel (geb. am 18.02.1796, gest. am 14.01.1874). Aus dieser Ehe sind zwei Kinder bekannt: Johann Kretz (geb. am 25.12.1828) sowie Leander Kretz (geb. am 14.02.1838, gest. am 09.01.1893), welcher dann auch den Hof übernahm. Leander heiratete am 13.01.1870 Agnes Borath (geb. am 06.01.1843, gest. am 11.01.1893) aus Wintersulgen.

Sie übergaben den Hof an Peter Kretz (geb. am 30.05.1870) weiter, der am 31.01.1895 Agatha Dreher (geb. am 06.11.1871) aus Wintersulgen heiratete.

Peter Kretz war von Beruf Landwirt und Schuhmacher. Aus dieser Ehe sind fünf Kinder hervorgegangen: August (keine Geburts- und Sterbedaten bekannt), Robert (starb nach der Geburt), Wilhelm (geb. am 21.05.1907; er heiratete Maria Lohr aus Weildorf, geb. am 23.03.1904; Wilhelm war ebenfalls Schuhmacher), Caroline (starb nach der Geburt) und Elisabeth (geb. am 30.09.1909, gest. am 15.06.2002).

Elisabeth blieb auf dem Hof und heiratete im Jahr 1934 August Lohr aus Weildorf (geb. am 06.08.1907, gest. am 22.01.1976). Dieser war von Beruf Landwirt und Schlosser. Aus dieser Ehe entstammen zwei Kinder August und Hubert. August heiratete 1958 Erika Hirn und zog nach Salem.

Hubert Lohr heiratete im Jahre 1959 Mathilde Hagen. Sie haben zusammen fünf Kinder: Manfred, Edeltraud, Helmut, Andrea und Elke. Das Anwesen wurde etwa im Jahr 1650 einstöckig erbaut. Im Jahr 1830 wurde es aufgestockt und um ein Ökonomiegebäude erweitert. Im Jahr 1967 zogen Hubert und Mathilde Lohr (geb. Hagen) mit ihren Kindern in das nebenan neu erbaute Wohnhaus.

 

Renate Böhmann

 

Mennwanger Straße 5 (Haus Baum/Eichhorn)

Franz Baum (geb. am 10.10.1893 in Heimsheim, gest. 1968) heiratete am 10.05.1922 Theresia Hofmann (geb. am 11.11.1897, gest. im September 1970) aus Bolstern, Saulgau. Er arbeitete im Sägewerk des Jakob Kress in Mennwangen und wohnte im Nebengebäude von Leo und Maria Kessler. Franz und Theresia Baum hatten drei Kinder: Franz (geb. am 05.01.1922), Paula (verh. Kohle in Überlingen und Maria, verh. Krebs in Ebingen). Im Jahr 1937 bauten Franz und Theresia das Wohnhaus in der Mennwanger Straße 5 neben Jakob und Maria Kress.

Franz Baum (geb. 05.01.1922 in Mennwangen, gest. 21.08.1970) heiratete am 29.10.1949 Luise (geb. am 20.11.1921, gest. am 06.08.2008, verw. Niedermann, geb. Deggelmann aus Hallendorf, Mühlhofen). Die beiden haben zwei Kinder: Lothar Niedermann lebt heute in Mimmenhausen und Sigrun. Sigrun heiratete im Jahre 1975 Helmut Eichhorn aus Tüfingen. Sie haben vier Kinder: Sascha, Marco, Andreas und Marisa. Marisa lebt mit ihrem Freund Nazzareno Oppedisano im Elternhaus. Die beiden haben ein gemeinsames Kind: Giuseppe.

 

Renate Böhmann

Mennwanger Straße 7 (Haus Heine)

Im Jahr 1905/06 wurde das Gebäude durch Karl Rogg (vgl. Familie Rogg Lindenstraße) gebaut. Im Jahr 1912 heiratete die Tochter Mathilde und bezog das Haus mit ihrem Mann Otto Bizenberger aus Beuren. Wie lange die beiden das Haus bewohnten, ist nicht bekannt. Weitere Besitzer des Hauses waren: Ein gewisser Herr Stehle, der mit einer Tochter der Familie Kaupp aus Kaltbächle verheiratet war sowie ein Herr Keller aus Untersiggingen.

Um 1955 kaufte Wilhelm Rössler aus Glashütten am Höchsten (geb. am 30.08.1898, gest. im August 1958) das Haus von jenem Herrn Keller aus Untersiggingen.

Das Gebäude war zu dieser Zeit vermietet. Das Untergeschoß bewohnte August Stocker mit seiner Familie von 1941 bis 1957, danach die Familie Hutz bis 1963. Das Obergeschoß bewohnte Josef Wagner (geb. am 01.11.1926; vgl. Familie Wagner) mit seiner Familie bis 1960. An das Wohnhaus war ein Ziegenstall angebaut. Das Leben zu dieser Zeit war wesentlich einfacher als heutzutage. So erfolgte erst im Jahr 1961 der Anschluss des Hauses an das Wasserleitungsnetz. Bis zu diesem Zeitpunkt musste das Wasser an der ca. 500 m weit entfernten "Wasserstelle" geholt werden.

1960 bezog Ida Rössler (geb. am 12.09.1911, gest. im November 1985) mit ihrer Tochter Gisela das Obergeschoss des Wohnhauses. Gisela heiratete im Oktober 1963 Manfred Heine aus Echbeck. 1964 wurde mit dem ersten Umbau begonnen. 1982 wurde dann ein großer Umbau vorgenommen, das komplette Obergeschoss wurde abgerissen und neu aufgestockt und das Gebäude dabei erweitert. Manfred und Gisela Heine haben zusammen zwei Kinder: Claudia (verh. mit Artur Biselli; sie lebt in Leustetten) und Gerold (er lebt mit Michaela Columberg im Elternhaus).

 

Renate Böhmann

Lindenstraße 1 (Anwesen Rogg/Uhl)

Karl Rogg (geb. am 04.06.1849 in Oberstenweiler, gest. am 16.09.1906 in Altenbeuren) heiratete am 21.08.1873 Johanna Sailer (geb. am 08.04.1848 in Bächen, gest. 14.09.1904 in Altenbeuren). Im Jahr der Hochzeit (1873) kauften sie vermutlich das Gehöft (früher Lindenstraße 1) in Altenbeuren. Aus Erzählungen kann man entnehmen, dass der Keller von einer Brauerei als Lager genutzt wurde. Aus der Bauweise der im Keller befindlichen Lüftungssteine kann man außerdem schließen, dass das Gebäude höchstwahrscheinlich früher einmal zu den Besitzungen des Schlosses Salem gehört haben muss.

Im Jahr nach dem Tod seiner Frau (1905/06) baute Karl Rogg ein Wohnhaus an der Mennwanger Straße (heute Anwesen Heine). Karl und Johanna Rogg (geb. Sailer) hatten vier Kinder: Karl (geb. am 08.11.1876, gest. am 21.10.1918), Johann (geb. am 30.11.1882), Mathilde Rogg (geb. am 20.02.1889) und Katharina Rogg (geb. am 01.09.1890). Von Mathilde Rogg ist bekannt, dass sie im April 1912 Otto Bizenberger heiratete und in das Haus an der Mennwanger Straße zog, bevor sie nach Beuren gezogen ist. Karl Rogg heiratete am 11.05.1911 erneut und zwar Blandina Haid (geb. in Irndorf) und zog mit ihr auf den Bächenhof (Besitz von Familie Haid).

Sein nach seinem Vater benannter Erstgeborener Karl Rogg jun. war Landwirt von Beruf. Er heiratete Maria Klotz (geb. am 28.02.1884 in Zoznegg, gest. am 14.08.1933) und übernahm den elterlichen Betrieb. Er ist im Ersten Weltkrieg am 21.10.1918 gefallen. Karl und Maria Rogg hatten zusammen fünf Kinder: Johann (geb. am 02.08.1907, gest. am 24.12.1994), Bernhard (geb. am 12.06.1908, gest. am 23.05.1981), Anna (geb. am 14.05.1909, gest. am 04.09.1998; sie heiratete 1950 Josef Einhart aus Immenstaad), Mathilde (geb. 1912, gest. 1984; sie heiratete Hermann Dickreiter aus Immenstaad) und Karl (Geburtsdatum nicht bekannt, gefallen am 20.03.1944 im Zweiten Weltkrieg).

Der Sohn Bernhard Rogg heiratete 1943 Rosa Börner aus Salem (geb. am 08.10.1910, gest. am 26.08.1997). Sie hatten gemeinsam drei Kinder: Klaus (geb. am 18.07.1942, gest. 1950), Irmgard (sie lebt heute in Staig bei Saulgau und ist verheiratet) und Reinhold (er lebt heute in Mannheim).

Nach der Eingemeindung Beurens in die Großgemeinde Salem wurden in allen Teilorten die Straßenbezeichnungen neu vergeben. Bernhard Rogg brachte den Namensvorschlag "Lindenstraße" für "seine" Straße ein, der akzeptiert wurde. Er begründete seinen Vorschlag mit der Dorflinde, die am Beginn der Straße steht (an der Abzweigung von der Beurener Straße steht sie noch heute) und damit, dass es in der Straße sogar eine weitere Linde gab (ca. 200-300 Meter weiter auf Höhe des Hauses Rom).

Im Anwesen Rogg war vom 30.09.1934 bis zum 18.11.1951 zeitweise die Molke des Dorfes untergebracht. Das Anwesen wurde in Jahr 1986 an Dagobert Uhl verkauft. Dieser heiratete im Jahre 1982 Karin Stiebing aus Oberstdorf im Allgäu. Sie haben eine Tochter Heike.

Johann Rogg (geb. am 02.08.1907, gest. am 24.12.1994), der Bruder von Bernhard Rogg, heiratete am 24.06.1944 Maria Gruber aus Meßkirch (geb. am 13.02.1914, gest. 08.09.2000). Er machte eine Lehre als Rechen- und Gabelmacher. Nach dem Krieg lernte er dann Schreiner. Johann Rogg war während des Krieges und anschließend bis 1946 in Gefangenschaft. Nachdem er wieder zu Hause war, zog er mit seiner Frau nach Meßkirch. Im Jahr 1952/53 baute er ein Wohnhaus in Altenbeuren und zog mit seiner Familie wieder zurück in seine alte Heimat. Er hatte drei Kinder: Armin (geb. am 28.11.1944, gest. am 28.04.1945 an Diphterie), Jürgen (geb. in Meßkirch; er lebt seit 12/2000 mit seiner Familie im Elternhaus) und Karl (er heiratete Heidi Weber aus Deisendorf und lebt im Elternhaus).

 

Renate Böhmann

Lindenstraße 4 (Anwesen Holzer)

Das Anwesen Holzer ist eines jener Gebäude, die in Altenbeuren unter Denkmalschutz stehen. Das Landesdenkmalam beschreibt es folgendermaßen:

"... Traufständiges Bauernhaus aus dem Ende des 18. Jahrhunderts. Zweigeschossiges, dem im Linzgau vorherrschenden, quer erschlossenen Einhaustypus entsprechender Bau mit Satteldach. Gefachfolge: Wohnteil mit durchlaufendem Flur, Stall und Tenne. Die Remise in einem Schleppdachanbau untergebracht. Das heute verputzte Gebäude durchgehend in Fachwerk errichtet: der im oberen Flur in einem Brüstungsfeld sichtbare gerade Stiel als Hinweis auf die oben genannte Bauzeit des Hauses. Außerdem original erhalten die flachrechteckigen Fensterformate mit ihren leicht profilierten Holzeinfassungen, sowie die segmentbogige Eingangstür mit aufgedoppeltem Rautenmuster. Im Stallbereich Verwendung der gegen Abrieb besonders widerstandsfähigen Balkenwände..."

Die ältesten bekannten Vorbesitzer dieses Hauses waren Johann Holzer, der mit Anna Maria Häckle verheiratet war. Sie hatten mindestens einen Sohn: Ignaz Holzer (geb. am 29.01.1805). Ignaz heiratete Anna Maria Schmid (geb. am 22.11.1804). Aus ihrer Ehe ging ein Sohn hervor: Josef Holzer (geb. am 06.08.1836). Dieser heiratete Franzisca Schweizer (geb. am 05.03.1839), mit der er wiederum einen Sohn (Max) hatte.

Alle seine Vorfahren und auch Josef Holzer selbst betrieben auf dem Hof Landwirtschaft. Josef Holzer war außerdem Wagner. Dieser Arbeit ging auch sein Sohn Max Holzer nach (geb. am 06.10.1867, gest. 1949). Max Holzer heiratete Anna Grupp aus Ahausen (geb. am 26.10.1877, gest. 1960). Dieses Paar hatte vier Kinder: Maria, Emilie, Johann und Ernst (geb. am 25.11.1913, gest. am 10.07.1997).

Ernst Holzer heiratete Berta Futterer aus Mennwangen (geb. am 26.11.1921) und betrieb den Hof als Landwirt. Aus der Ehe der beiden gingen drei Kinder hervor: Johann, August und Rosmarie. August Holzer übernahm den Hof und betreibt ihn heute noch im Nebenerwerb. Er hat Clara Renz aus Langenargen geheiratet und neben dem alten Hof ein Wohnhaus gebaut. Dort wohnt er heute mit seiner Frau und ihren beiden Kindern Melanie und Dominik.

 

Renate Böhmann

Lindenstraße 5 (Haus Rom/Dannecker) und Lindenstraße 3 (Haus Stocker/Tessaro)

Der erste bekannte Vorbesitzer des Anwesens hieß Schuler. Er handelte mit Fetten und wurde landläufig nur als "Schmotz-Händler" bezeichnet. In dem Haus soll ein Seifen-Sieder gewohnt haben, ob es sich dabei um den gleichen Besitzer handelt, konnte leider nicht geklärt werden.

Im Jahr 1928 kauften Karl Moll (geb. am 25.12.1882, gest. am 12.11.1957) und seine Ehefrau Christina, geb. Bögg (geb. am 18.03.1883, gest. am 02.07.1957), aus Gruibingen im Kreis Göppingen das kleine Häuschen. Sie hatten zusammen acht Kinder: Margarete (geb. am 10.03.1908, gest. am 04.05.1981), Karl (geb. am 05.07.1910, gest. am 09.04.1980), Georg (geb. am 19.10.1914, vermisst seit Juli 1942), Fritz (geb. am 20.02.1917, vermisst seit Januar 1941), Anna (geb. am 19.10.1919), Otto (geb. am 10.02.1921, im März 1945 gefallen), Berta (geb. am 25.05.1923, gest. am 11.05.1977) und Hilde (sie heiratete Josef Futterer aus Beuren).

Die nächsten Besitzer waren die Tochter Anna (geb. am 19.10.1919, gest. am 02.05.1998) und ihr Mann Otto. Anna Moll heiratete 1948 Otto Dannecker (geb. am 01.05.1920, gest. 2000) aus dem Eschle im Deggenhausertal. Die beiden hatten zwei Kinder: Dietmar und Günther. Anna und Otto Dannecker verkauften das Haus im Jahr 1980 an August Holzer aus Altenbeuren und kauften einen Teil des Wohnhauses der Familie Meisohle. Günther Dannecker wohnte bis zu seinem Tod am 22.02.2011 noch in Altenbeuren.

August Holzer nahm verschiedene Baumaßnahmen vor (neue Heizung, Bad) und heiratete im September 1980 Clara Renz (vgl. Beschreibung Familie Holzer). Er verkaufte das Haus im Jahr 1983 an Walter Rom (geb. am 16.10.1944; gest.3/2010) und seine Frau Cordula Rom. August Holzer und seine Familie zogen hingegen im Dezember 1983 in das neu gebaute Haus neben seinem Elternhaus. Walter und Cordula Rom (verheiratet seit 1984) konnten im Januar 1984 das Haus beziehen. Walter Rom, der gelernter Zimmermann ist, renovierte das Haus grundlegend.

 

Neben diesem Häuschen stand ursprünglich ein weiteres Haus, das August Tessaro (Straßenwart) und seiner Frau Josefine, geb. Sulger, aus Volzen gehörte.

Im Jahr 1957 kauften August Stocker (geb. am 25.11.1905, gest. im Januar 1965) und seine Frau Agathe das Wohnhaus. Agathe Stocker, geb. Schlude, stammte aus Untersiggingen (geb. am 21.03.1916, gest. am 22.05.1995). Aus ihrer Ehe stammten sechs Kinder: Erika (geb. in Untersiggingen, verh. Kläsle in Kaltbächle), Helga (geb. in Altenbeuren), Walter, Paula (verh. Lanzendorfer in Leimbach), Anton und Manfred.

Walter Stocker heiratete im Jahre 1974 Ruth Richter aus Bermatingen. Walter und Ruth Stocker bauten nebenan ein neues Wohnhaus. Agathe Stocker bezog ihre Wohnung im neuen Haus im Jahr 1980. Das alte Wohnhaus wurde 1980/1981 abgerissen. Walter und Ruth konnten dann im Jahr 1981 ihre Wohnung beziehen. Aus der Ehe entstammen wiederum drei Kinder: Michaela, Martina und Ramona.

 

Renate Böhmann

Lindenstraße 9 (Anwesen Metzger/Kirschbaum)

Der ursprüngliche Hof auf diesem Grundstück wurde vor dem Jahr 1800 gebaut. Er hatte damals die Hausnummer 7 (genaue Jahreszahlen liegen leider nicht vor).

Der älteste bekannte Besitzer dieses Hauses war ein Herr Näher. Dessen Tochter heiratete einen Herrn Walk. Mathilde, eine Tochter des Ehepaars Walk (aus dieser Ehe entstammen mindestens drei Kinder) heiratete einen gewissen Karl Kirschbaum. Besagter Karl Kirschbaum war neben der Landwirtschaft Knecht auf dem heutigen Anwesen Beurener Straße 14 (vgl. Haus Hafen). Er hatte drei Geschwister aus der ersten Ehe seiner Mutter, wovon einer Emil hieß und einer Karl sowie eine Schwester, deren Namen nicht bekannt ist. Und er besaß eine Schwester aus der zweiten Ehe seiner Mutter (Maria Oppe, geb. Metzger, geb. am 14.01.1920).

Karl Kirschbaum übergab das Anwesen wiederum an die jüngste seiner drei Töchter namens Karoline. Die anderen beiden (Luise Bracht, geb. Kirschbaum, geb. am 21.03.1921, gest. 1994 und Klara Imboden, geb. Kirschbaum, wohnhaft in Birsfelden im Baselland) sind kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wie ihre Großmutter in die Schweiz ausgewandert.

Karoline heiratete in erster Ehe Matthias Riedel (geb. am 14.02.1932, gest. 1997), von dem sie sich scheiden ließ. In zweiter Ehe heiratete sie Josef Hiller aus Messkirch (geb. am 19.01.35, gest. im September 1999) und baute in Neufrach. Aus dieser Ehe gingen drei Kinder hervor: Ewald, Angelika und Siegfried. Karoline Hiller verkaufte das Anwesen 1986 an einen Zimmermann aus Roggenbeuren. Dieser verkaufte es weiter an einen Herrn Biermann aus Neufrach, der den Hof abriss und das nun freie Grundstück im Jahre 2000 an die heutigen Besitzer Reinhold und Alexandra Metzger(geb. Ziegler aus Weildorf) verkaufte. Die Familie baute auf dem Grundstück ein neues Haus. Reinhold und Alexandra Metzger haben zwei Töchter: Silvana  und Cäcilie.

 

Karoline Hiller, geb. Kirschbaum

Lindenstraße 10 (Anwesen Heigle)

Die frühesten bekannten Vorfahren des Anwesens Heigle weisen darauf hin, dass eine enge (brüderliche) Beziehung zwischen dem Hof Heigle und dem Hof August Wagner besteht. Denn beide Höfe gehen auf einen Adamus Wagner als Vorfahren zurück.

Dieser heiratete eine gewisse Brigitta Zürklin. Näheres ist leider nicht bekannt. Aus dieser Ehe ist ein Johann Michael Wagner (geb. am 15.09.1755, gest. 01.08.1821) bekannt, der vielleicht ein Bruder des Johann Wagner (vom Hof August Wagner) war. Dieser Johann heiratete im Jahr 1785 Katharina Schmid aus Wintersulgen (geb. am 07.08.1761, gest. am 09.05.1846).

Der Hof wurde dann an einen Sohn Johann Wagner (geb. am 26.12.1800, gest. am 28.03.1876) übergeben, der am 22.02.1841 Maria Anna Brunner aus Beuren ehelichte (geb. am 08.09.1805, gest. am 25.03.1875). Aus dieser Ehe ging eine Tochter Anna Maria Wagner (geb. am 19.11.1841, gest. am 24.02.1916) hervor, die am 25.07.1876 Anton Heigle heiratete (geb. am 25.07.1844, gest. am 27.06.1917).

Aus dieser Ehe sind zwei Kinder bekannt: Anselm (geb. am 21.04.1877, gest. am 19.12.1932) sowie eine Schwester, die im Speicher neben dem Wohnhaus gewohnt hat. Anselm heiratete am 21.05.1919 Theresia Gäng aus Grünwangen (geb. am 20.04.1885, gest. am 03.01.1961). Sie hatten zusammen drei Kinder: Anselm (geb. am 21.07.1920, gest. am 21.04.2005; er heiratete Luise Gall und zog auf das Anwesen Beurener Straße 4), Anton (geb. am 02.10.1921, gest. am 17.04.2006) und Hilde.

Der Hof wurde an Anton Heigle übergeben, der am 16.09.1946 Klara Huber aus Ramppsbach / Oppenau (geb. am 27.03.1926, gest. am 07.11.2003) heiratete. Sie hatten gemeinsam zwei Kinder: Manfred und Gudrun.

Manfred heiratete im Jahre 1972 Antonia Kohllöffel (aus Tüfingen) und betreibt heute den Hof. Aus dieser Ehe gingen drei Kinder hervor: Alexander, Simone und Miriam. Alexander heiratete im Jahre 2007 Elisabeth Fichtner und hat mit ihr zwei Kinder: Samuel und Eva.

Das Anwesen Heigle wurde im Laufe der Jahre immer wieder umgebaut. So wurde im Jahre 1980 das alte Wohnhaus aberissen und das neue Wohnhaus gebaut. Im Herbst 1947 fanden die damaligen Kriegsflüchtlinge Margarete Koester mit ihren drei Kindern im Speicher über der Brennerei eine neue Heimat, bevor sie in den Speicher von August Wagner umzogen.

 

Manfred und Antonia Heigle

Lindenstraße 14 (Anwesen Wagner/Hegner)

Die frühesten Vorbesitzer auf diesem Hof waren Johann Kretz (geb. am 25.12.1828 in Altenbeuren, gest. am 28.04.1899 in Altenbeuren; Sohn des Peter Kretz, geb. am 29.06.1804 und Maria Anna Strobel, geb. 18.02.1794; vgl. Beschreibung Lohr-Kretz) und Juliana Kohllöffel (geb. am 15.02.1835 in Kaltbächle, gest. am 23.02.1917 in Altenbeuren), die im Jahr 1871 heirateten. Seit wann der Betrieb im Besitz von Johann und Juliana Kretz war, konnte nicht recherchiert werden. Der Betrieb wurde am 28.05.1896 durch Übergabevertrag an Maria Kretz mit folgendem Grundstücksbeschrieb übergeben:

"... Auf der Hofreite steht ein einstöckiges Wohnhaus mit Balkenkeller, Scheuer, Stall (...), Schweinestall und Holzschopf..."

Maria Kretz (geb. am 21.09.1861 in Kaltbächle) heiratete am 26.03.1896 Vinzenz Hegner (geb. am 31.03.1853 in Untersiggingen, gest. am 08.05.1928). Das Ehepaar übergab am 10.07.1925 den Hof an ihre Tochter Rosa Hegner (geb. am 21.09.1897 in Altenbeuren, gest. am 17.01.1965 in Altenbeuren). Diese heiratete am 12.05.1925 Josef Wagner (geb. am 10.01.1884, gest. am 14.11.1935). Er war von Beruf Landwirt und Langholzer. Er verunglückte bei Langholzarbeiten. Aus ihrer Ehe gingen sechs Kinder hervor: Johann, Maria, Josef, August (er war der Nachfolger auf dem Hof Beurenerstraße 16), Gebhard und Anton (geb. am 21.01.1936, gest. am 01.06.1936). Anton Wagner übernahm den Hof und heiratete im Jahre 1961 Gertrud Restle aus Unterhomberg. Sie hatten gemeinsam drei Kinder: Walter, Klaus und Norbert. Norbert heiratet im Jahre 1988 Petra Renz aus Mietingen und hat mit ihr drei Kinder: Veronika, Andreas und Stefan. Norbert und Petra führen heute den Hof.

Gebhard Wagner, der Bruder von Anton Wagner und August Wagner, heiratete im Jahre 1961 Gertrud Merk aus Bambergen (geb. am 10.05.1939; gest. 27.03.2010). Sie haben gemeinsam vier Kinder: Marita (verh. Prescher in Weingarten), Martin, Roland und Gebhard (Gert). Gebhard Wagner ist von Beruf Langholzfahrer. Er baute im Jahr 1960/1961 neben dem Elternhaus ein Wohnhaus. 1970 baute er außerdem eine LKW-Halle. 1972 kaufte er schließlich den "Stemmer". 1987 bezog er das neu gebaute Wohnhaus (in der Mennwanger Straße) auf dem Gelände des "Stemmers". Zwei Jahre später baute er dort für sein Unternehmen eine neue Halle.

Im Haus an der Mennwangerstraße bzw. im Wohnhaus neben dem Anwesen Hegner/Wagner, wohnen heute drei der vier Kinder. In der Mennwangerstraße wohnen die Familien Martin und Gert (Gebhard) Wagner. Martin Wagner heiratete im Jahre 1994 Ruth Zimmermann aus Nesselwangen. Sie haben gemeinsam zwei Kinder: Jörg und Katja.

Gert Wagner heiratete im Jahre 1992 Anke Stemmer aus Bermatingen.

Sie haben zwei Kinder: Sven und Jonas.

Roland Wagner heiratete im Jahre 1995 Waltraud Fischer aus Mögenhausen, Deggenhausertal. Sie haben drei Kinder: Manuel, Alina und Elena.  Roland und Waltraud wohnen seit September 1996 im väterlichen Elternhaus.

 

Renate Böhmann