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1225 Jahre Altenbeuren - das war ein Grund zum Feiern!

Die urkundlich belegbare Geschichte Altenbeurens begann am 1. Mai des Jahres 783 n. Chr. mit einer Schenkung, die im berühmten Kirchenarchiv des Klosters St. Gallen dokumentiert ist:

 

"Im Namen Gottes habe ich, Wichar, geplant, etwas von meinen Gütern in der Gegend oder im Bezirk Linzgau als Geschenk zu übergeben der Kirche des Heiligen Bekenners Gallus, die errichtet ist im Bezirk Arbon. Ich übergebe und übertrage aus meinem rechtmäßigen Besitz mit dem heutigen Tag zur Herrschaft der obengenannten Kirche des Heiligen Gallus im Dorf Altenbeuren dreißig Hektar dieses Landes, eingeschlossen einhundert Jurnales und über die Wiesen hin siebenunddreißig Hütten, weitere Gebäude sowie Höfe mit Häusern, Betriebe und Werkstätten und deren sieben Leibeigene mit folgenden Namen: Franco und Liutsinda, Kerhilt, Liubila, Folrato, Dacarat, Hailrat mit allem Geld und all ihrem Hab und Gut. Aus diesem ehrenwerten Grunde, damit ich diese obengenannten Dinge wieder empfange aus Gnade und meine Kinder nach meinem Hinscheiden, lösen wir von hier ab den einzelnen die Pacht aus für die Jahre jeweils zum Fest des heiligen Gallus, und zwar an Scheffeln Hafer zwanzig Scheffel, eine Maldra Getreide und eine Friskinga soviel an kräftiger Saica.

 

Gezeichnet:

Hacchilinus, Zeuge

Husus, Zeuge

Machelm, Zeuge

Fricchonis, Zeuge

Ziizonis, Zeuge

Machus, Zeuge

Purcolfus, Zeuge

Wolfharius, Zeuge

Alcoinus, Zeuge

Plidkerus, Zeuge

 

Ich aber, Lektor Ratfridus, habe diese Urkunde im 15. Jahr der Regierung des Herren Karl auf Veranlassung des Ritters Rotpertus geschrieben und unterschrieben. Gegeben am 1. Mai."

 

1225 Jahre später, im Jahr 2008, empfanden es seine Einwohner nach wie vor als ein Geschenk, hier wohnen zu dürfen. Aus diesem Grund und weil gleichzeitig auch die Innen- und Außenrenovierung der denkmalgeschützten Kapelle gerade glücklich fertiggestellt war, entschlossen sich die Altenbeurener, den Anlass feierlich zu begehen.

Am Wochenende vom 06./07. September 2008 wurde das Jubiläum in einem eigens bei der Kapelle errichteten Festzelt gefeiert. Es kamen ca. ??? Gäste - darunter viele ehemalige Altenbeurener, Verwandte, Bekannte und Freunde, Vereine und Honoratioren - unter anderem der Salemer Bürgermeister Manfred Härle und Pfarrer Peter Nicola. Pfarrer Nicola lud am Festsonntag zum feierlichen Hochamt und Segensgebet. Die Musikvereine Weildorf und Beuren sowie die Jugendkapelle Mimmenhausen sorgten während der Festtage für die musikalische Unterhaltung. Ganz Altenbeuren war zwei Tage lang auf den Beinen, um sich und seine Geschichte gebührend zu feiern.

Grußwort des Salemer Bürgermeisters Manfred Härle zum 1225-jährigen Jubiläum

Liebe Bürgerinnen und Bürger, liebe Besucher,

 

im Jahre 783 wurde der Teilort Altenbeuren erstmals urkundlich in einer Schenkung an das Kloster St. Gallen erwähnt. Altenbeuren feiert somit in diesem Jahr seinen 1225. Geburtstag. Zu diesem Jubiläum möchte ich meinen herzlichen Glückwunsch aussprechen. Es bietet uns die Möglichkeit, sich mit der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen und den Teilort näher kennen zu lernen.

Jubiläen dieser Art sind immer auch verbunden mit einer gewissen Heimatliebe sowie mit einem Blick in die Vergangenheit. Wir tun deshalb gut daran zu zeigen, was dieser Teilort - nicht zuletzt durch bürgerschaftliches Engagement und Eigeninitiative - erreicht hat. Die Lektüre dieser Festschrift zeigt auf, welch großes Engagement aufgebracht wurde und wie sich auch die Verfasser mit ihrem Teilort und ihrer Geschichte identifizieren. Diese ist vielschichtig, spannend und vor allem für die jüngere Generation interessant und lehrreich.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen. Sie werden sicherlich viele informative und interessante Einblicke in die Geschichte von Altenbeuren erhalten, mit den Zeitzeugen, die das Geschehen dieses Ortes geprägt und mitgestaltet haben. Lassen Sie uns gemeinsam feiern und uns darüber freuen, wie sich Altenbeuren in den letzten 1225 Jahren entwickelt hat.

Mein besonderer Dank gilt allen Helfern, die sich bei der Vorbereitung und Durchführung dieses Jubiläums viel Mühe gemacht und ihre wertvolle Zeit investiert haben. Ich gratuliere nochmals herzlich und wünsche den Bürgerinnen und Bürgern alles erdenklich Gute.

 

Ihr Manfred Härle

Bürgermeister

 

Grußwort des Pfarrers Peter Nicola und der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Hilde Schlegel

"Wer nicht weiß, woher er kommt, weiß nicht, wohin er geht." Sokrates

 

Liebe Altenbeurenerinnen und Altenbeurener, verehrte Gäste,

 

das Jubiläum "1225 Jahre Altenbeuren" ist ein guter Anlass, innezuhalten, zurückzuschauen und gleichzeitig die Zukunft in den Blick zu nehmen. Menschen machen Geschichte, sie erleben Geschichte und leben mit ihrer Geschichte. So soll diese Festschrift über unser kleines Dorf im Linzgau informieren. Als der Edle Wichar mit Urkunde vom 1. Mai 783 seinen Besitz der Abtei St. Gallen übertrug – dieses Ereignisses gedenken wir ja in diesem Jubiläumsjahr – da bestand Altenbeuren schon geraume Zeit. Es hat seither alle Höhen und Tiefen der Geschichte unseres Volkes miterlebt und blickt heute zuversichtlich in die Zukunft, getragen durch eine überaus aktive Dorfgemeinschaft, die in den vergangenen Jahren viel erreicht hat, nicht zuletzt auch die großartige Renovierung der Dorfkapelle St. Antonius.

In der urkirchlichen Gemeinde verstand man unter der Kirche nicht zunächst den Bau aus Steinen, sondern das gemeinschaftliche und familiäre Leben im gemeinsamen Glauben, das die Grundlage der Glaubwürdigkeit und der Anziehungskraft der ersten Christen bildete. Tragen wir Sorge dafür, daß in Altenbeuren eine solche Gemeinschaft gelebt wird, die durch Verstehen, gegenseitige Verantwortung und auch durch das Gebet geprägt ist.

Zum Jubiläum gratuliere ich allen, die in Altenbeuren wohnen, sehr herzlich!

 

Ihr Peter Nicola

Pfarrer

 

Grußwort der Dorfgemeinschaft Altenbeuren zum 1225-jährigen Jubiläum

Liebe Altenbeurener, liebe Gäste,

 

Altenbeuren als kleinster Ort in der Gemeinde Salem kann in diesen Tagen auf eine 1225-jährige Dorfgeschichte zurückblicken und schickt sich an, sie feierlich und festlich zu begehen. Es ist immer gut, sich seiner Vorfahren bewusst  zu bleiben und sich darüber im Klaren zu sein, dass auch sie ihr gutes Teil Sorgen und Kummer, Not und Elend, Verfolgung und Verleumdung zu tragen hatten und dass das eigene Erleben und mag es noch so kummervoll sein, nichts ist, was nicht andere früher schon erleiden und erdulden mussten.

Die so genannte "gute, alte Zeit" hat es nie gegeben, die Zeiten sind höchstens in der Erinnerung gut oder schlecht. Gut oder schlecht sind nur die Menschen, denn die hat es immer und zu allen Zeiten gegeben und sie wird es immer und immer wieder geben.

Aber wie die Jahreszeiten, so wechseln auch Not und Betrübnis mit Glück und Freude im Leben jedes Einzelnen und im Leben einer Gemeinschaft.

Die dörfliche Gemeinschaft in Altenbeuren besteht nun seit 1225 Jahren. Damit ist ein Zeitabschnitt erreicht, bei dem es sich lohnt, Rückschau zu

halten und Ausblick zu gewinnen.

Die große, auf die Vorbereitung der Festtage verwandte Mühe lohnt doch nur dann, wenn ein Gemeinschaftserlebnis das Zusammengehörigkeitsgefühl und damit den Willen zur Gemeinschaftsleistung stärkt und diese Gemeinschaft zu Leistungen anspornen, die dem Einzelnen unerreichbar sind.

Es genügt nicht, stolz zu sein auf die Tüchtigkeit der Väter und Vorväter, es genügt auch nicht, durch rauschende Feste die Taten der Alten zu ehren, man muss selbst etwas leisten, um vor der Geschichte bestehen zu können! Möchte daher das Jubiläum des 1225 - jährigen Bestehens von Altenbeuren nicht nur Erinnerung, sondern immerwährender Ansporn sein, Altes mit Neuem sinnvoll zu verbinden.

Allen Altenbeurener Bürgerinnen und Bürgern wie auch all ihren Verwandten von nah und fern, die an diesem Erinnerungstage sich mit dem Ort verbunden fühlen, wünsche ich recht herzlich frohe Stunden während der Feiertage und darüber hinaus alles Gute bis in alle Zukunft.

 

Uwe Marquardt

1. Vorstand des Narrenvereins Schlüsselbieter Altenbeuren e.V.

Gedruckte Ortschronik zum Jubiläum

Zum 1225-jährigen Jubiläum gaben die Schlüsselbieter eine Festschrift inklusive Ortschronik heraus, die in unterhaltsamer Art und Weise die Geschichte Altenbeurens sowie die seiner Bewohner und ihrer Häuser erzählt.

Letzte Exemplare dieser Ortschronik aus dem Jubiläumsjahr 2008 können gegen einen Unkostenbeitrag von 5.- € je Exemplar beim Narrenverein Schlüsselbieter Altenbeuren e.V. bestellt werden. Wenden Sie sich bitte dazu an: Christian Keller, Banzenbohl 1, 88682 Salem, Telefon 07553 1354, E-Mail undefinedch.keller[ad]web[dot]de. Alternativ dazu können Sie sich die Ortschronik nachfolgend kostenlos als PDF-Dokument herunterladen.

 

Altenbeuren_Festschrift_2008 (7,5 MB)