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Wallfahrtskapelle St. Antonius der Einsiedler

Die Kapelle St. Antonius der Einsiedler in Altenbeuren soll vor 1500 als Wallfahrtskapelle erbaut worden sein. Im Westen erhebt sich ein hoher Giebel. Im Osten schließt die Kapelle mit drei Seiten eines Achtecks. Das steile Satteldach deckt den gesamten Raum. Vier spitzbogige Maßwerkfenster durchbrechen heute die Wände. Das Fenster in der Ostwand ist bis auf den Spitzbogen vermauert. Ursprünglich führte nur das spitzbogige Westportal in die Kirche. Die Tür im Chor wurde später eingebrochen.

Auf der Ostseite des Daches sitzt ein sechseckiges Türmchen, das von einer welschen Haube mit Kugel und Wetterfahne bekrönt wird. Es trägt ein zweistimmiges Geläute mit den Tönen as''-8, gegossen von Benjamin Grüninger Söhne in Villingen 1926 (70 kg), und c'''-8, gegossen von Felix Koch in Salem 1822 (35 kg). Die farbliche Fassung des Äußeren mit aufgemalter grauer Eckquaderierung wurde bei der Renovierung 1978 angebracht.

Das Innere der Kapelle überrascht. Die in Braun-, Grün- und Goldtönen gehaltene Schablonenmalerei an den Wänden (1904) im Zusammenspiel mit den neugotischen Glasmalereien und der in Braun, Grün und Rot gehaltenen, wohl noch bauzeitlichen Decke geben dem Kapellenraum einen ausgesprochen mystischen Charakter.

Der etwas von der Ostwand abgerückte Altar trägt ein barockes Retabel mit einem Zentralbild, das Maria mit dem Jesuskind darstellt (C. Vogel, 1861). Als Schreinwächter fungieren Figuren des heiligen Antonius des Einsiedlers (rechts mit T-Kreuz und Schweinchen) und des heiligen Papstes Silvester (links mit Tiara und Kirchenmodell). Beide aus der Zeit nach 1500. Seinen Abschluß findet der Altar in einem weiteren Gemälde, das die Heilige Dreifaltigkeit darstellt. Die steinerne Mensa ist verdeckt durch ein hölzernes Antependium, welches das apokalyptische Lamm auf dem Buch mit den sieben Siegeln zeigt. An der Südseite hängt ein barockes Kruzifix. Der Westteil des Kapellenraums wird von einer großen Empore eingenommen.

Aus finanziellen Gründen musste der Wunsch nach einer Renovierung des Innenraums immer wieder zurück gestellt werden. Dann, nach dreijähriger Planung und einer großartigen Unterstützung durch die Bevölkerung, konnte im Jahr 2007 dieser Wunsch endlich erfüllt werden. Aufgrund der kunsthistorischen Bedeutung der Kapelle wurden die Renovierungsmaßnahmen von der "Deutschen Stiftung Denkmalschutz", dem Denkmalamt, der Gemeinde und vor allem auch von der Bevölkerung unterstützt. Dem Wunsch der Bevölkerung, auch die Außenfassade zu renovieren, wurde trotz des zusätzlichen Finanzierungesbedarfs im Jahr 2008 nachgekommen, so dass sich die Altenbeurener Kapelle zum 1225-jährigen Ortsjubiläum in festlich erneuertem Zustand zeigt – zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen.

 

Textauszug: Landesdenkmalamt

 

Backhaus mit historischem Backofen

Anno 1903 als Ersatz für einen abgebrannten Vorgängerbau erstelltes Backhaus (auf dem Hof von August Wagner, Anmerkung der Redaktion). Kleiner Rechteckbau mit weit überstehendem Satteldach. Erdgeschoss massiv aufgeführt, von der Giebelseite her durch Mitteleingang erschlossen. Kniestockkonstruktion und Giebel in konstruktivem Fachwerk. Die herausragenden Fußpfetten sowie die äußeren Sparren an ihren Enden mit Zierprofielen ausgestattet. Der Dachraum, nur von außen mittels einer Leiter zugänglich, zur Lagerung von Gerätschaften und Brennmaterialien genutzt. Vollständig und original erhaltene Backeinrichtung: der gewölbte Ofen im satteldachgedeckten Anbau.

 

Textauszug: Landesdenkmalamt

Linzgau-Bauernhaus, Ende des 18. Jahrhunderts

Traufständiges Bauernhaus (Wohnhaus von Berta Holzer) aus dem Ende des 18. Jahrhunderts. Zweigeschossiges, dem im Linzgau vorherrschenden, quer erschlossenen Einhaustypus entsprechender Bau mit Satteldach. Gefachfolge: Wohnteil mit durchlaufendem Flur, Stall und Tenne. Die Remise in einem Schleppdachanbau untergebracht. Das heute verputzte Gebäude durchgehend in Fachwerk errichtet: der im oberen Flur in einem Brüstungsfeld sichtbare gerade Stiel als Hinweis auf die oben genannte Bauzeit des Hauses. Außerdem original erhalten die flachrechteckigen Fensterformate mit ihren leicht profilierten Holzeinfassungen, sowie die segmentbogige Eingangstür mit aufgedoppeltem Rautenmuster. Im Stallbereich Verwendung der gegen Abrieb besonders widerstandsfähigen Balkenwände.

 

Textauszug: Landesdenkmalamt

Wegkapelle um 1800

An der alten Landstraße von Salem Richtung Mennwangen ins Deggenhausertal gelegene Wegkapelle (heute durch die erfolgte Straßenbegradigung etwas zurückliegend; Wegkapelle zwischen Schapbuch und Altenbeuren) wohl aus der Zeit um 1800. Die offene Kapelle ist aufwendig aus Sandsteinquadern gemauert und verputzt. Ein Kastengesims leitet zum Satteldach über; das Giebeldreieck senkrecht verbrettert und an der Basis durch ein doppelbogiges Zierbrett abgeschlossen. Der Innenraum der Kapelle farbig gefasst: an den Wandflächen Pflanzenornamente in gerahmten Feldern, außerdem Deckenspiegel mit der Darstellung eines Heiligen (Wendelin?). Vor der Rückwand Kreuzigungsgruppe, von der die beiden Standfiguren Maria und Johannes mittlerweile abgegangen sind. Der ca. 1,25 m große, farbig gefasste Holzkruzifix, eine qualitätvolle volkskünstlerische Arbeit wohl aus der Erbauungszeit der Kapelle, das Kreuz selbst mit klassizistischen Balkenenden.

 

Textauszug: Landesdenkmalamt

Bildstock an der Lindenstraße aus dem 18. Jahrhundert

An einer Straßenbiegung aufgestellter Bildstock (an der Lindenstraße) aus dem 18. Jahrhundert. Aufbau: über rechteckigem Grundriss gemauerter und verputzter, hochrechteckiger Sockel. Der Satteldachgedeckte Nischenaufsatz optisch durch ein umlaufendes Gesims vom Unterbau getrennt. In der tiefen rundbogigen Nische ein heute nur noch selten anzufreffender dreiflügliger Holzeinsatz in der Art eines Altarretabels. Auf dem Mittelbild Darstellung der Kreuzigung Christi, direkt auf dem Holz gemalt, wir auch die weiteren Passionsszenen auf den Flügeln.

 

Textauszug: Landesdenkmalamt

Wegkreuz aus dem Jahre 1890

Am Weg nach Weildorf durch den Beitzenhardt im Jahre 1890 zur Andacht aufgestelltes Wegkreuz (am Weg Richtung Weildorf, dem alten Kirchweg). Material Sandstein. Gut gegliederter Aufbau über quadratischem Grundriss. Über einem mehrstufigen Sockel hochrechteckiger, sich verjüngender Pfeiler mit gotisierend gerahmten Inschriftfeldern und kielbogigem Abschluss. Darüber als Zwischenstück Säule mit quadratischer Basis, Schaftring und Pflanzenkapitell. Metallkruzifix am sandsteinernen Kreuzaufsatz, die Enden dreipassartig gestaltet.

 

Textauszug: Landesdenkmalamt

Aachbrücke um 1930

Brücke über die Deggenhauser Aach, in den 1930er Jahren anstelle des auf dem Urkataster von 1879 verzeichneten schmalen Stegs erbaut. Von der Konstruktion her eine sogenannte Einfeld-Balkenbrücke aus Stahlbeton, die dem damals neuesten Stand der Technik entsprach. Bemerkenswert auch der Gestaltungsaufwand durch rautenartig geöffnete Balustraden und halbkugelförmig abgeschlossene Pfeiler im jeweiligen Einfahrtsbereich.

 

Textauszug: Landesdenkmalamt